Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

07.03.2017 von Freddy Narewski

Soziale Stadt könnte den Hafen öffnen

Emder Verwaltung prüft, ob markante Punkte zugänglich zu machen sind

Von Gaby Wolf s 0 49 21 / 89 00-415

Emden. Die Stadt Emden prüft, ob es im Rahmen des neuen Sanierungsgebietes „Soziale Stadt” in Port Arthur/Transvaal möglich ist, bestimmte Bereiche des Emder Hafens öffentlich erlebbarer zu machen. Das teilte jetzt der Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung, Rainer Kinzel, auf eine Anfrage des FDP-Fraktionsvorsitzenden Erich Bolinius mit.

Dieser hatte den Vorstoß vom Vorsitzenden der Emder Kaufmannschaft, Claas Brons, für eine stärkere Hafenöffnung zum Anlass genommen, bei der Stadtverwaltung nachzufragen, was aus der Standortprüfung für einen Aussichtsturm im Emder Hafen geworden ist. Diese war 2011 vom damaligen Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt auf Antrag der FDP in Gang gesetzt worden. Der Aussichtsturm sei im Jahr 2011 mit verschiedenen Varianten geprüft worden, antwortete Kinzel jetzt im Schreiben an Bolinius. Auf Grund der erwarteten Kosten der Planung und Schwierigkeiten der Festlegung geeigneter Hafenstandorte sei das Thema aber nicht weiter verfolgt worden.

Doch nun gebe es im Rahmen des neuen Sanierungsgebietes erste Überlegungen, neue Wege im Stadtteil zu erschließen und auch den Hafen erlebbarer zu machen, schreibt Kinzel. „Im Zuge der Entwicklung des Rahmenplanes Port Arthur/Transvaal wird die Thematik geprüft”, heißt es wörtlich. „Eine Zugänglichkeit markanter Punkte im Hafen wird seitens der Verwaltung nach wie vor für sinnvoll erachtet.”

Wie berichtet, war das Thema Hafenöffnung Anfang des Jahres von Brons neu ins Rollen gebracht worden. Die wirtschaftliche Keimzelle der Stadt müsse für die Bevölkerung und Besucher wieder stärker erlebbar gemacht werden, sagte er damals im Rahmen einer Spendenübergabe an Bord des Emder Museumsfeuerschiffs.

Seine Argumentation: Gerade mit Blick auf die jungen Menschen sei es angezeigt, Besuchern wieder öfter einen Blick hinter die Kulissen der Hafenwirtschaft zu ermöglichen - nicht nur, um allgemein eine tiefere Verbundenheit mit Emden als Seehafenstadt zu erreichen, sondern auch mit Blick auf die Nachwuchsgewinnung für die maritime Wirtschaft. In dem Zusammenhang brachte Brons unter anderem auch die Einrichtung eines Emder Hafentages ins Spiel.

Emder Zeitung vom Dienstag, 7. März 2017, Seite 4