Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

04.08.2017 von Freddy Narewski

Pflegearbeiten im Petkumer Deichvorland

Erneute zeitweilige Sperrung des noch bis zum 30. September geöffneten Teekabfuhrwegs


Norden/Emden.
Im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) haben die Pflege- und Instandsetzungsarbeiten im Petkumer Deichvorland begonnen. Das teilte der NLWKN gestern mit. Die Arbeiten werden auch die Benutzung des Teekabfuhrwegs beeinträchtigen. Dieser, ansonsten aus Naturschutzgründen gesperrte Pfad, ist normalerweise vom 1. Juli bis zum 30. September geöffnet.

Auf Flächen des Landes Niedersachsen wird der Vieh- und Transportweg westlich der Petkumer Außenmuhde wieder auf die erforderliche Höhe gebracht. Ferner werden Auskolkungen zum Fahrwasser beseitigt und das vorhandene Deckwerk wiederhergestellt beziehungsweise optimiert. „Die Maßnahmen dienen der Aufrechterhaltung einer extensiven Beweidung des Deichvorlandes und diese Beweidung wiederum ist eine zwingende Voraussetzung für den Erhalt der dortigen Atlantischen Salzwiese als Brut- und Nahrungshabitat für heimische Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel. Ohne die Weidetierhaltung würden hier Röhrichte dominieren”, wird Martin Wendeburg vom NLWKN in Oldenburg, in der Mitteilung
zitiert.deichvorland

Während der Bauarbeiten ist der Transport von Klei und Wasserbausteinen per Lastwagen erforderlich. Daher wird es aus Sicherheitsgründen zu vorübergehenden Sperrungen des Teekabfuhrweges zwischen dem Borssumer Siel und dem Petkumer Hafen kommen. „Wir planen eine konzentrierte Anlieferung der Baustoffe, sodass die Sperrungen nur temporär und tageweise erfolgen müssen, dennoch bitten wir um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen”, erläuterte in der Pressemitteilung der beim NLWKN in Norden zuständige Mitarbeiter Theo van Hoorn.

Die Arbeiten sollen zum Spätherbst abgeschlossen sein. Sie werden aus Geldern des Landwirtschaftsfonds der Europäischen Union finanziert.

                                                                                          
                                                                                                                                Petkumer Deichvorland


petkumer muhde

 Dass die Instandsetzung auf der westlichen Seite
 der Petkumer Muhde in Angriff genommen wird,
 ist nach Aussage des FDP-Fraktionsvorsitzenden
  im Emder Rat und Petkumer, Erich Bolinius,
 „längst überfällig”. Er hat wiederholt auf die
 Abbruchkanten der Muhde hingewiesen und auch
 dafür gesorgt, dass Martin Wendeburg darüber in
 einem Stadtausschuss referierte. Wendeburg
 stellte damals fest, dass der Rückgang der 
 brütenden Wiesenvögel im Vorland ein
  europaweites Problem sei.
 Bolinius zweifelt dies an: „Das mag sein, aber in
 Petkum ist das meines Erachtens hausgemacht.
 Nach meiner Auffassung ist es so, dass ein
 großer Teil des Deichvorlandes durch Entfernung
 der Sieltore regelmäßig überflutet wird und die
 Wiesenvögel hier nicht mehr brüten können.” Das
 Entfernen der Sieltore sei ein Fehler gewesen,
 schreibt Bolinius in seiner Mitteilung.

Petkumer Muhde Abbruchkante                                                                                          red/uliEmder Zeitung vom Donnerstag, 3. August 2017, Seite 4