Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

10.08.2017 von Freddy Narewski

Einrichtung eines interkommunalen Gewerbegebietes

Von: Erich Bolinius [mailto:erich.bolinius@t-online.de]
Gesendet: Donnerstag, 10. August 2017 16:39
An: Vorstand Stadt Emden (vorstand@emden.de) <vorstand@emden.de>
Betreff: Einrichtung eines interkommunalen Gewerbegebietes

 

FDP-Fraktion

erich bolinius
Erich Bolinius

Fraktionsvorsitzender

 

Emden, den 10.8.2017

 

An den

Vorstand der Stadt Emden

 

Einrichtung eines interkommunalen Gewerbegebietes

 

Sehr geehrte Herren,

kurz vor der Kommunalwahl 2016 wurde die Einrichtung eines interkommunalen Gewerbegebietes in der Presse (Pressebericht aus der EZ untenstehend, OZ ähnlich) groß angekündigt. Gestern war ich auf einer öffentlichen Veranstaltung in Hinte, wo Bürgermeister Eertmoed über die Gemeinde Hinte einen sehr interessanten Vortrag gehalten hat. Aus der Versammlung kam auch die Frage über das geplante interkommunale Gewerbegebiet auf. Herr Eertmoed konnte keine konkreten Angaben über den Abschluss einer Vereinbarung der drei Gebietskörperschaften machen.

Am 9.3.2017 stand der Punkt „Einrichtung eines interkommunalen Gewerbegebietes“ auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Die CDU hatte nachgefragt.

Die Verwaltung antwortete u.a. wie folgt:

 

Die für die Gewerbegebietsentwicklung federführende Gemeinde Hinte wurde für einen Vortrag in dieser Angelegenheit angefragt.

Leider ist der Herr Bürgermeister Eertmoed am 09.03. für einen persönlichen Vortrag verhindert.

Verwiesen wird hier auf die Presseberichterstattung in gleicher Sache, dass die Planungen derzeit noch nicht komplett fertig sind und daher bis Ostern das Thema für die Räte der Gemeinden Hinte, Krummhörn und der Stadt Emden aufbereitet werden sollte, so dass dann abschließend eine umfassende Information gegeben werden kann.

Die Verwaltung wird das Thema nach entsprechender Vorbereitung erneut auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt setzen“

Sehr geehrte Herren,

Ostern ist lange vorbei. Die Verwaltung ist bezüglich der Unterrichtung des Rates bisher nicht tätig geworden.

Die FDP-Fraktion bittet um einen Sachstandsbericht in der nächsten STU-Ausschusssitzung unter einem gesonderten Tagesordnungspunkt.


Mit hartelk Gröten

Erich Bolinius

 

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Emder Zeitung vom Freitag, 9. September 2016,

Gemeinsame Sache für neue Jobs

Gewerbefläche entsteht an Stadtgrenze

Von Ute Lipperheide s 0 49 21 / 89 00-416

Emden/Hinte/Krummhörn. Noch nie zuvor haben alle drei Gemeinden gemeinsame Sache gemacht, wenn es um die Ansiedlung von Gewerbebetrieben geht. „Wir wollen das erste gemeinsame Gewerbegebiet an der Autobahn entwickeln”, sagte gestern der Bürgermeister der Gemeinde Hinte, Manfred Eertmoed. Er, Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann und der Krummhörner Bürgermeister Frank Baumann stellten das Vorhaben vor, bei dem es, so Bornemann, „nur Gewinner gibt”.

24 Hektar, direkt an der Autobahn 31, in Verlängerung an den Emder Stadtteil Conrebbersweg sollen spätestens ab 2019 Firmen zur Verfügung stehen. „Wir wollen, dass hier neue Arbeitsplätze entstehen können”, sagte Baumann.

Ein solches interkommunales Gewerbegebiet eröffne allen drei Partnern Chancen, neue Unternehmen anzusiedeln und Fördermittel für die Erschließung zu bekommen, betonte Emdens Stadtbaurat Andreas Docter. Diese gebe es nur noch, wenn mehrere Gemeinden zusammenarbeiten.

Die Erschließungskosten tragen alle drei Gemeinden, die Gewerbesteuereinahmen sollen ebenfalls geteilt werden. Fast die gesamte Fläche liegt auf Hinteraner Gemeindegebiet. „Wir alleine hätten aber nichts entwickeln können. Dabei wird schon seit Anfang des Jahrtausends über diese Fläche diskutiert”, sagte Eertmoed.

Einen konkreten Bewerber gibt es für die Fläche noch nicht. Baumann: „Wir sind aber sicher, dass mit dem Angebot auch Firmen kommen werden.” Auch brauchen die Pewsumer dringend Gewerbefläche, ähnlich wie in Hinte, steht dort fast kein Grundstück mehr für solche Zwecke zur Verfügung.

Abgestimmt werden muss noch über das neue Gewerbegebiet in den jeweiligen Räten. Die Fraktionsvorsitzenden seien aber informiert worden und hätte alle bekundet, dass sie die Pläne befürworten.

Für zwölf Hektar gibt es bereits einen Vorvertrag. Die Gemeinde Hinte wird diese Fläche demnächst erwerben. Auch die noch verbleibenden zwölf Hektar seien demnächst zum Verkauf vorgesehen. Eertmoed: „Wir haben schon darauf geachtet, dass die Grundstückspreise im Rahmen bleiben.”

Das neue Gebiet eigne sich, um dort Handwerksbetriebe anzusiedeln, aber beispielsweise auch für Speditionen. Die Verkehrsanbindung sei optimal. Die Vermarktung könne über die Emder Wirtschaftsförderung laufen. Alle Richtlinien des Lärmschutzes würden Rechnung getragen, auch soll die Wohnbebauung am Westerweg durch eine großzügige Bepflanzung abgeschirmt werden. Dort werden auch zwei Wasserspeicher entstehen, um die Fläche zu entwässern.

„Schon immer war ich für eine interkommunale Zusammenarbeit und es freut mich jetzt besonders, dass wir auch bei einem Gewerbegebiet erstmals in Ostfriesland gemeinsame Wege beschreiten”, sagte Bornemann.