Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

30.08.2017 von Freddy Narewski

Anfrage der FDP-Fraktion wegen einer Gedenktafel für "Adolf van Nassau"


Die Antwort von Dr. Uphoff zur Anfrage von Erich Bolinius


Stadtarchiv Emden
Kirchstraße 18, 26721 Emden
Dr. Rolf Uphoff
0 49 21/ 87-14 01
0 49 21/ 87-14 32
rolf.uphoff@emden.de
06.09.2017
RB 845
Stadtarchiv Emden
Adolf von Nassau
Herrn
Erich Bolinius
FDP-Fraktion
30.08.2017


Sehr geehrter Herr Bolinius,
die Beantwortung Ihrer durch das Vorstandsbüro übermittelten Anfrage erfolgt nach Abstimmung mit Herrn Dr. Wolfgang Jahn.
Die Bestände des Stadtarchivs Emden (I. Registratur) enthalten keine Informationen über eine Bestattung des Oraniers in Emden. Anhaltspunkte, die dafür sprechen, glaubt Herr Dr. Voss von der a-Lasco-Bibliothek liefern zu können.
Unterdessen wurden in der Lambertikirche in Oldenburg sterbliche Überreste eines Mannes entdeckt, die darauf hindeuten dass Adolf von Nassau in der Huntestadt seine letzte Ruhe fand. Um hier Klarheit zu erhalten, soll ein DNA-Abgleich mit Mitgliedern der Oranier-Dynastie erfolgen. Dazu werden in diesem Monat Proben aus einer Familiengrablege der niederländischen Königsfamilie entnommen.
Das Ergebnis dieser von den Universitäten Groningen und Göttingen durchgeführten Untersuchungen soll bis zum Ende dieses Jahres präsentiert werden. Dieses sollte abgewartet werden, bevor in Emden für Adolf von Nassau eine Tafel angebracht wird.
Mit freundlichen Grüßen
i.A.
Rolf Uphoff
Dr. Rolf Uphoff



FDP-Fraktion         

 

 eb


 

Gedenktafel für  „Adolf von Nassau“

FDP Antrag vom 31.3.2015

FDP-Nachfrage vom 7.9.2016

Ihre Antwort vom 27.9.2016

 

Erich Bolinius

Fraktionsvorsitzender

 

Emden, den 30.8.17

An den Vorstand

der Stadt Emden


 

Sehr geehrte Herren,

am 31.3.2015 habe ich namens der FDP-Fraktion beantragt, eine Gedenktafel für Adolf von Nassau aufzustellen. Am 6.5.2015 hat der Kulturausschuss sich einstimmig für die Aufstellung ausgesprochen (siehe anliegende Word-Datei*).

 

Auf meine Nachfrage vom 7.9.2016 antwortete Dr. Wolfgang Jahn am 27.9.16 unter anderem wie folgt (siehe anliegende PDF-Datei**):

„Inzwischen gibt es aufgrund neuer wissenschaftlicher Untersuchungen Zweifel, ob Adolf von Nassau tatsächlich in Emden bestattet worden ist oder seine Grablege sich in der Lambertikirche in Oldenburg befindet.

Hier sind in einem Sammelsarg die Überreste von mindestens 30 Individuen erhalten, darunter die

Überreste von zwei Individuen, die in das Profil des Adolf von Nassau passen. Von diesen Knochen

wurden DNA-Proben entnommen, werden jetzt analysiert und mit aussagefähigem

Vergleichsmaterial naher Verwandten abgeglichen. Diese Untersuchungen sin noch nicht

abgeschlossen.

Vor der Anbringung einer Gedenktafel sind diese Ergebnisse abzuwarten. Sie sollen nach Auskunft

der Beteiligten (Universität Göttingen; Universität Groningen) im November 2016 vorliegen.

Erst dann kann über das weitere Vorgehen entschieden werden.

War die Grablege in Oldenburg, erübrigt sich eine Emder Gedenktafel. Bestätigt sich die neue

Untersuchung nicht, ist über das weitere Vorgehen zu entscheiden und ein geeigneter Zeitpunkt für

die Enthüllung einer Gedenktafel festzulegen.“

Am 29. August 2017 erschien in der Ostfriesen Zeitung ein Bericht mit der Überschrift „Emden rüstet sich gegen Alba“ vom wissenschaftlichen Mitarbeiter Klaas-Dieter Voss (siehe anliegende Word-Datei***). Er schreibt unter anderem: Der in Heiligerlee gefallene Adolf von Nassau sollte wenig später in aller Heimlichkeit in der Großen Kirche in Emden beigesetzt werden. Er ruht im Portal des Herrenbegräbnisses der ostfriesischen Grafen“.

Ich bitte namens der FDP-Fraktion um einen Sachstandsbericht und um Mitteilung, ob Adolf von Nassau in Emden beigesetzt worden ist oder nicht.

Wenn ja, wann wird die Gedenktafel aufgestellt?

Mit hartelk Gröten

Erich Bolinius

 

*****************************************************

 

FDP-Fraktion

Erich Bolinius

Fraktionsvorsitzender

 

Emden, den 7.9.2016

 

An den

Vorstand der Stadt Emden

 

Gedenktafel „Adolf von Nassau“

Unser Antrag vom 31.3.2015

Kulturausschusssitzung am 6.5.2015

 

Sehr geehrte Herren,

in der Kulturausschusssitzung  am 6. Mai 2015 wurde einstimmig der Wunsch geäußert (siehe anliegendes Protokoll in der PDF-Datei), die Gedenktafel aufzustellen. Auch die Verwaltung hat unseren Antrag unterstützt.

Bisher ist die Gedenktafel nicht aufgestellt werden.

Ich bitte um Mitteilung, wo der Grund liegt oder ob kurzfristig mit einer Anbringung der Tafel zu rechnen ist.

Mit hartelk Gröten

Erich Bolinius

 

 


Von: Erich Bolinius [mailto:erich.bolinius@t-online.de]
Gesendet: Dienstag, 31. März 2015 13:14
An: 'stadt Emden'
Betreff: Gedenktafel für Adolf van Nassau

 

FDP-Fraktion

Erich Bolinius

Fraktionsvorsitzender

 

Emden, den 31.3.2015

 

An den

Vorstand der Stadt Emden

 

Gedenktafel „Adolf van Nassau“

 

Sehr geehrte Herren,

Waar is Graaf Adolf gebleven!”

hat eine niederländische Besucherin in das Gästebuch der Johannes a Lasco Bibliothek geschrieben. Am Ausrufezeichen wird deutlich, dass damit weniger die Frage nach dem tatsächlichen Verbleib des Grafen zum Ausdruck gebracht werden sollte, als vielmehr das Erstaunen, warum sich keinerlei Hinweise auf den in der Großen Kirche Emdens beigesetzten Nationalhelden der Niederlande findet. So beginnt eine Ausarbeitung von Klaas-Dieter Voss über Adolf van Nassau. Im Einzelnen siehe anliegende Word-Datei.

 

Bereits vor einigen Jahren hatte der damalige Honorarkonsul der Niederlande, Johannes Riepma und Vorsitzender des Vereins Kultur am Emsdelta, die Idee, eine Gedenktafel über „Adolf van Nassau“ in oder vor der Johannes a Lasco Bibliothek  anzubringen. Kürzlich haben Johannes Riepma und Wilhelm Vugteveen (Assen) mit dem Bürgermeister von Oldambt, Piter Smit, hierüber gesprochen.  

Im Jahr 2010 hatte Riepma sich mit Herrn Klaas-Dieter Voss von der Johannes a Lasco Bibliothek  in Verbindung gesetzt, nach dem er bei der Regierung in Den Haag eine erste grundsätzliche Genehmigung für die Aufstellung der Gedenktafel erreicht hatte. Leider ist die ganze Angelegenheit im Sande verlaufen.

 

Klaas-Dieter Voß hat mit  einer Mail am 1. März 2010 den nachstehenden  Text

 

„voor vrijheid van godsdienst en geweten

en voor Nederlandse onafhankelijkheid“

 

„Für Freiheit der Religion und des Gewissens

und für die niederländische Unabhängigkeit“

 

für die Gedenktafel (siehe untenstehend) vorgeschlagen.

 

Sehr geehrte Herren,

ich würde es sehr begrüßen, wenn eine Gedenktafel über Adolf van Nassau in unserer Stadt aufgestellt werden würde, damit er nicht in Vergessenheit gerät.

Ich bitte um wohlwollende Prüfung.

Bitte, unterrichten Sie den Rat hierüber in der nächsten Kulturausschusssitzung.

 

Mit hartelk Gröten

Erich Bolinius

 

Anlage 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Klaas-Dieter Voß [mailto:voss@jalb.de]
Gesendet: Montag, 1. März 2010 12:13
An: kulturbruecke-emsdelta@ewetel.net
Betreff: Adolf von Nassau

 

Sehr geehrter Herr Riepma,

anbei nun der fertige Text über Adolf von Nassau. Ich bin heute Morgen beim Durchlesen noch auf eine Unstimmigkeit in meiner Darstellung gestoßen und habe daher den Text noch einmal leicht verändern müssen. An dem Ergebnis hat sich jedoch nichts geändert. Sollte es einmal dazu kommen, dass eine Gedenktafel in der Bibliothek angebracht wird, die an Adolf von Nassau erinnert, so würde ich folgenden Text vorschlagen:

 

 

Adolf van Nassau

 

† 23 Mai 1568

 

„voor vrijheid van godsdienst en geweten

en voor Nederlandse onafhankelijkheid“

 

„Für Freiheit der Religion und des Gewissens

und für die niederländische Unabhängigkeit“

 

Ein Foto von dem im Landesmuseum vorhandenen Harnisch, der Adolf von Nassau seit 1838 nachweislich zugeordnet wird, wird Herr Dr. Jahn noch liefern. Die jetzige Abbildung ist daher als vorläufig zu betrachten.

 

Beste Grüße aus der Bibliothek

 

Klaas-Dieter Voß


 


Word-Datei *)


TOP 8: Anbringung einer Gedenktafel über "Adolf van Nassau" in oder vor der Johannes a Lasco Bibliothek;
- Antrag der FDP-Fraktion vom 31.03.2015

Sitzung:

06.05.2015   KUE/16/020 

Beschluss:

Kenntnis genommen.

Vorlage: 

16/1701 

 

 

Mitteilungsvorlage Antrag 151 KB

 

 

Anlage 1 - Antrag der FDP Fraktion vom 31.03.2015 13 KB

 

 

Anlage 2 "Waar ist Graaf Adolf gebleven!" 268 KB

 

Frau Eilers bedankt sich ausdrücklich bei Herrn Dr. Uphoff, Herrn Dr. Jahn und Herrn Voß von der Johannes a Lasco Bibliothek, dass der Gedanke der Anbringung einer Gedenktafel über “Adolf van Nassau“ wohlwollend aufgenommen worden sei und eine Realisierung nun machbar erscheinen würde.

 

Frau L. Meyer erklärt, die SPD-Fraktion würde sich ebenfalls über die Anbringung dieser Gedenktafel freuen.

 

Sie bittet, dass der Ausschuss für Kultur und Erwachsenenbildung eine offizielle Einladung zur Einweihung der Tafel erhalte. Die Anbringung der Tafel könnte mit dem Reformationsjahr verbunden werden.

 

Herr Dr. Jahn glaubt, es sei ein willkommener Anlass, die Anbringung der Tafel in Erinnerung an Adolf van Nassau mit in das Reformationsjahr hineinzunehmen. Der Beginn des Achtzigjährigen Krieges sei ein wichtiger Punkt gewesen, da die Glaubensflüchtlinge nach Emden gekommen seien. Das Thema Glaubensflüchtlinge würde ein zentrales Thema im Reformationsjahr 2017 werden. Der Vorschlag würde auf jeden Fall berücksichtigt.

 

Herr Kronshagen spricht sich ebenfalls für die Anbringung einer Gedenktafel über “Adolf van Nassau“ aus. Die CDU-Fraktion würde dieses Vorhaben voll und ganz unterstützen.

 

Herr Böckmann bemerkt, dieses Vorhaben bekäme auch von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen komplette Unterstützung.

 

Herr Strelow fragt, ob neben dem Text „Für Freiheit der Religion und des Gewissens und für die niederländische Unabhängigkeit“ ebenfalls ein Bildnis von Adolf van Nassau an der Gedenktafel angebracht würde. Er möchte wissen, wie die konkrete Gestaltung der Gedenktafel aussehen würde.

 

Herr Dr. Jahn stellt heraus, dass die Größe angemessen und an das Bauwerk der Johannes a Lasco Bibliothek angepasst werden müsste. Ein Gestaltungsvorschlag würde derzeit noch nicht vorliegen.



 PDF-Datei **)

Dr. Wolfgang Jahn
Ostfriesisches Landesmuseum Emden
FD 845

Emden, 27.09.2016

Antrag der FDP Emden vom 31. März 2015 zur Aufstellung einer Gedenktafel an/ in der Johannes a
Lasco Bibliothek in Erinnerung an den Tod und Begräbnisstätte von Graf Adolf von Nassau (gest. 23.
Mai 1568)

Hier Zwischenauskunft zur Anfrage der FDP vom 7.9.2016 „wo der Grund [für eine noch nicht
erbrachte Anbringung] liegt oder ob kurzfristig mit einer Anbringung der Tafel zu rechnen“ sei

Ausgangslage
In der Kulturausschusssitzung am 31.03.2015 wurde bereits eine kurzfristige Anbringung nicht
favorisiert, sondern das Reformationsjahr 2017 favorisiert. [vgl. das entsprechende Protokoll)
Grundlage für den Antrag waren wissenschaftliche Untersuchungen seitens der JaL (Klaas-Dieter
Voss), wonach der Leichnam des Grafen Adolf von Nassau nach der Schlacht bei Heiligerlee (23. Mai
1568) nach Emden verbracht und in der Großen Kirchen bestattet wurde.
Zur Sachlage September 2016
In der Zwischenzeit (Juni 2015 bis Februar 2016) gab es auf Anregung des Oberbürgermeisters der
Stadt Emden verschiedene Besprechungen von Vertretern des Jal, des Ostfriesischen
Landesmuseums und Vertreten der Gemeinde Assen, eine Gedenktafel zum 450. Jahrestag der
Schlacht bei Heiligerlee auf der Grundlage der vorliegenden Gestaltungsvorschläge der JaL
anzubringen.
Inzwischen gibt es aufgrund neuer wissenschaftlicher Untersuchungen Zweifel, ob Adolf von Nassau
tatsächlich in Emden bestattet worden ist oder seine Grablege sich in der Lambertikirche in
Oldenburg befindet.
Hier sind in einem Sammelsarg die Überreste von mindestens 30 Individuen erhalten, darunter die
Überreste von zwei Individuen, die in das Profil des Adolf von Nassau passen. Von diesen Knochen
wurden DNA-Proben entnommen, werden jetzt analysiert und mit aussagefähigem
Vergleichsmaterial naher Verwandten abgeglichen. Diese Untersuchungen sin dnoch nicht
abgeschlossen.
Vor der Anbringung einer Gedenktafel sind diese Ergebnisse abzuwarten. Sie sollen nach Auskunft
der Beteiligten (Universität Göttingen; Universität Groningen) im November vorliege.
Erst dann kann über das weitere Vorgehen entschieden werden.
War die Grablege in Oldenburg, erübrigt sich eine Emder Gedenktafel. Bestätigt sich die neue
Untersuchung nicht, ist über das weitere Vorgehen zu entscheiden und ein geeigneter Zeitpunkt für
die Enthüllung einer Gedenktafel festzulegen.



Word-Datei ***)


Emden rüstete sich gegen Alba


Von Klaas-Dieter Voß

OZ-Serie (4) Die Stadt fürchtete eine Belagerung durch den spanischen Feldherrn

 

Noch bis zum 5. November präsentieren die Johannes-a-Lasco- Bibliothek und das Ostfriesische Landesmuseum Emden die Ausstellung „Reformation und Flucht“. Immer dienstags stellt die Ostfriesen-Zeitung in einer Serie prägende Menschen und Ereignisse aus der Zeit des 16.Jahrhunderts in Emden vor. In dieser Folge geht es um Herzog Alba, der auch Emden bedrohte.

Emden - Kurz nachdem der spanische Feldherr Fernando Álvarez de Toledo, genannt Herzog Alba, im Jahr 1567 Statthalter in den Niederlanden wurde, schuf er den gefürchteten Blutrat von Brüssel. Erste Opfer waren die in Opposition zu dem spanischen König Philipp  II. stehenden Grafen Egmond und Hoorn, die des Verrats bezichtigt und am 5.  Juni  1568 öffentlich auf dem Marktplatz in Brüssel enthauptet wurden.

Dieses Ereignis sorgte für Unruhen. Gemeinhin wird darin der Auslöser für den offenen Aufstand gegen die spanisch-habsburgische Krone gesehen. Doch schon am 23.  Mai  1568 kam es in Heiligerlee, unweit von Winschoten, zu einem ersten bewaffneten Aufstand unter der Leitung von Ludwig von Nassau, dem Bruder Wilhelm von Oraniens. Er siegte gegen die Truppen des spanischen Statthalters in Groningen, Graf Aremberg. Ein schwerer Verlust für Ludwig muss der Tod seines während der Schlacht gefallenen Bruders Adolf von Nassau gewesen sein. Die Vorbereitungen für die Schlacht waren in Emden getroffen worden – von dort kam unter anderem der Stadtschreiber Henricus Paulinus, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Der in Heiligerlee gefallene Adolf von Nassau sollte wenig später in aller Heimlichkeit in der Großen Kirche in Emden beigesetzt werden. Er ruht im Portal des Herrenbegräbnisses der ostfriesischen Grafen.

War die erste Schlacht in Heiligerlee auch siegreich gewesen, so flößte die zweite Schlacht, die auf neutralem Boden in Jemgum stattfand, den Emdern große Furcht ein. Hier siegte Herzog Alba und ließ seine Truppen plündernd und marodierend durchs Rheiderland ziehen. Aus Furcht vor einer drohenden Belagerung sorgte die Stadt für eine Befestigung, um andringende Feinde abwehren zu können. Die Emder Rüstkammer und der Stadtwall zeugen noch heute davon. In der Johannes-a-Lasco-Bibliothek in Emden ist derzeit ein Gemälde ausgestellt, das eine Allegorie von der Tyrannei Albas zeigt.

Auf der linken Bildfläche des Gemäldes thront Herzog Alba und lässt sich von Kardinal Granvelle mit Hilfe eines Blasebalgs ungute Gedanken eingeben. Zur Linken von Alba stehen weitere Mitglieder des gefürchteten Blutrats. Vor dem Thron jedoch knieen 17 in Ketten gelegte Jungfrauen, die die 17 geknechteten niederländischen Provinzen verkörpern. Auf den Stufen des Throns liegen die mit Füßen getretenen Landesprivilegien.

Rechts im Bild zu sehen sind auf Stelen gestellte Vertreter der Stände, die sich die Hand vor den Mund halten. Im Hintergrund ist durch ein Fenster die Hinrichtung der Grafen von Egmond und Hoorn zu sehen, während die Herzogin von Parma mit einem Netz Beute aus dem Blutstrom fischt.

In der nächsten Folge geht es um den Gelehrten Wilhelm Gnapheus, der bis 1568 in Ostfriesland lebte.

Klaas-Dieter Voß ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Johannes-a-Lasco-Bibliothek und Lehrbeauftragter an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg.