Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
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in der Seehafenstadt Emden

23.01.2018 von Freddy Narewski

Neuer Markt: Stadt schlägt Kompromiss vor


Von Heiko Müller - Ostfriesenzeitung

Im Streit um die Parkflächen auf dem Neuen Markt in Emden liegt jetzt ein Kompromiss-Vorschlag auf dem Tisch. Er sieht zwei verschiedene Lösungen für den Sommer und den Winter vor.

Emden - Im Streit um die Parkflächen auf dem Neuen Markt in Emden liegt jetzt ein Kompromissvorschlag auf dem Tisch. Die Stadt und das Bremer Planungsbüro Frenz stellten am Montag im Ratsausschuss für Stadtentwicklung den überarbeiteten Entwurf für die Sanierung und Neugestaltung des zentralen Platzes in der Innenstadt vor. Er beinhaltet in der strittigen Parkplatz-Frage eine zweigeteilte Lösung für den Sommer und den Winter.

Demnach soll der Neue Markt zwischen März und Oktober weitgehend autofrei bleiben. In dieser Zeit stehen nach dem Entwurf elf Einstellplätze vor dem Edeka-Markt ständig zur Verfügung, von denen drei für Behinderte reserviert sind. In den kälteren Jahreszeiten soll die Zahl der Einstellplätze auf der westlichen Hälfte des Platzes außerhalb der Wochenmarktzeit auf 39 erhöht werden, sagte die Landschaftsarchitektin Christine Frenz-Roemer. Ihr Entwurf hatte vor zwei Jahren den von der Stadt ausgelobten Realisierungswettbewerb für den Neuen Markt gewonnen. Die Bremerin soll auch mit der Ausführungsplanung beauftragt werden. Der Emder Rat wird voraussichtlich im Februar darüber entscheiden.

Lösung lässt sich flexibel gestalten

Im Ausschuss warb Stadtbaurat Andreas Docter vehement für die Sommer- und Winterregelung. Sie lasse sich mit einer Art von leicht auflegbaren, aber barrierefreien Markierungen flexibel gestalten. „In anderen Städten funktioniert das auch“, sagte der Stadtbaurat.

Die Lösung für die Parkflächen sei ein Kompromiss, der allen Interessen gerecht werde und versuche, alle Belange zu berücksichtigen. Er bedeute aber auch, dass Kritiker und Befürworter des autofreien Marktplatzes etwas geben und nehmen müssten.

Stadtbaurat mahnt zur Eile

Zugleich mahnte Docter zur Eile: „Wir müssen endlich zu einer Entscheidung kommen“. Denn anderenfalls könnten die Zuschüsse für das Projekt verloren gehen. Laut dem Stadtbaurat liegen die Kosten für die Sanierung und Modernisierung des zentralen Platzes nach wie vor bei 1,6 Millionen Euro, wobei zwei Drittel dieser Summe aus Fördertöpfen des Bundes und des Landes kommen.

Nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung sollen die Bagger im Frühjahr 2019 anrollen, um in der wärmeren und trockeneren Jahreszeit bauen zu können. Docter rechnet mit einer Bauzeit zwischen sechs und neun Monaten. In laufenden Jahr sollen die Arbeiten ausgeschrieben und die Aufträge vergeben werden, um 2019 so früh wie möglich beginnen zu können.

Zwei Großbaustellen zur gleichen Zeit

Damit wird es in der Innenstadt im kommenden Jahr zeitgleich zwei Großbaustellen geben. Denn voraussichtlich werden dann auch die Neutor-Arkaden auf dem ehemaligen Kaufhallen-Gelände gebaut.

Einen Ausweichstandort für den Wochenmarkt für die Umbauphase des Neuen Marktes gibt es bislang nicht. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, die zunächst mit den Händlern des Marktes erörtert werden müssten, sagte der Stadtbaurat. Ideal wäre eine Ausweichfläche, die eine ständige Versorgung mit Strom und Wasser ermögliche.

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An der Frage, ob auch künftig auf dem gesamten Neuen Markt in Emden geparkt werden kann, scheiden sich noch die Geister. Jetzt liegt ein Kompromiss-Vorschlag auf dem Tisch. Archivbild: Schaller