Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

11.03.2017 von Freddy Narewski

Schluss mit unnützen Verboten und Verunsicherung der Angler

Der Niedersächsische Landkreistag hat Ende 2015 in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eine Handreichung zur Sicherung der Natura 2000-Gebiete in Niedersachsen erstellt. Dieses Papier beinhaltet unter anderem zahlreiche Vorschläge zur Einschränkung bzw. zum Verbot der Angelfischerei und beschränkt den Naturzugang erheblich. Die FDP-Fraktion brachte daraufhin einen Antrag in den Landtag ein, der die Landesregierung aufforderte, diese Arbeitshilfe zurück zu ziehen und durch eine praxisgerechte Umsetzung zu ersetzen. Dieser Antrag wurde jetzt im Landtag mit den Stimmen von Rot-Grün abgelehnt. Der umweltpolitische Sprecher der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, Gero Hocker, zeigt sich enttäuscht über die Ablehnung des FDP-Antrags zur praxisgerechten Umsetzung der Natura-2000-Richtlinie durch SPD und Grüne. In der Landtagsdebatte sagte er:
„Die Pläne der Landesregierung zur Sicherung der Natura 2000-Gebiete haben in den vergangenen Monaten für sehr viel Unruhe bei den Angelverbänden geführt. Anfütterungsverbote, Betretungsverbote und Nachtangelverbote standen und stehen im Raum. Das alles wird sich nicht in Luft auflösen, nur weil Rot-Grün hastig einen Antrag zusammenschreibt, der die Wogen glätten soll. Die Landesregierung sollte nicht noch mehr Papier produzieren, sondern stattdessen endlich die Handreichung zur Sicherung der Natura 2000-Gebiete zurücknehmen. Das wäre praxisnah, das wäre an der Sache orientiert und das wäre das einzige, was den Anglern die Verunsicherung nehmen könnte.“ Niemand weiß genau, welche Bedeutung die Handreichung hat, ob deren Vorgaben verbindlich sind und vor allem ob die Einbindung der lokalen Angelvereine überhaupt noch einen Unterschied macht. Hocker kritisiert die fehlende Einbeziehung der Betroffenen bei der Erarbeitung der Handreichung. Statt mit denen zu sprechen, die sich tagtäglich um die Gewässer in Niedersachsen kümmern, die den Müll an den Ufern einsammeln, die viel Geld in Besatzmaßnahmen investieren und die jährlich tausenden Kindern die Natur näher bringen, lässt sich der grüne Umweltminister von selbsternannten Umweltverbänden beraten, die sich mehr durch Ideologie denn durch Sachkunde auszeichnen. „Ich fordere die Landesregierung auf, die Handreichung zurückzuziehen, denn sie führt vor Ort nur zu Irritationen und Verunsicherung und nicht zu mehr, sondern zu weniger Naturschutz, wenn sie Angler von unseren Gewässern ausschließt“, wandte sich Gero Hocker in der Plenardebatte direkt an die rot-grüne Landesregierung. Die Rede von Gero Hocker können Sie sich unter http://bit.ly/2mWFqRP ansehen.